Mietwohnung kindgerecht gestalten: Wandgestaltung ohne Bohren
In einer Mietwohnung sind Nägel und Dübel in der Wand oft ein rotes Tuch. Familien mit kleinen Kindern kennen das Problem: Die Wände sollen bunt, verspielt und funktional sein, aber beim Auszug droht Ärger mit dem Vermieter. Zum Glück gibt es heute eine ganze Reihe von Lösungen, die sich rückstandslos entfernen lassen und trotzdem stabil genug für den Alltag mit Kindern sind. Wer die richtigen Produkte wählt, kann die Wandgestaltung völlig frei planen, ohne sich Gedanken über die Kaution zu machen.
Für Kinderzimmer eignen sich besonders gut abwaschbare Farben, die sich später einfach überstreichen lassen, sowie selbstklebende Tapeten. Eine clevere Alternative für kleine Künstler sind Magnetfarbe und Kreidetafelfolie, die sich mit doppelseitigem Klebeband oder einem speziellen Haftgrund anbringen lassen. Beide Materialien halten erstaunlich gut, lassen sich aber mit einem Spachtel wieder entfernen, ohne die Wand zu beschädigen. So entsteht eine große Malfläche, die immer wieder neu gestaltet werden kann.
Wer noch weiter gehen möchte, kann auf selbstklebende Wandpaneele aus Kork oder Filz setzen. Sie dämpfen den Schall, sind weich gepolstert und eignen sich hervorragend als Pinwand für Kinderzeichnungen. Auch Haken und Regale gibt es inzwischen in Klebevarianten, die je nach Untergrund mehrere Kilogramm tragen. Wichtig ist, vorher den Untergrund zu prüfen und die Klebeflächen gut zu reinigen, damit der Halt dauerhaft ist. Bei Raufaser oder strukturierten Wänden empfiehlt sich ein Haftvermittler.
Letztlich geht es darum, die Wohnung so zu gestalten, dass Kinder sich wohlfühlen und sich kreativ ausleben können, ohne dass die Bausubstanz leidet. Mit abwaschbaren Farben, Klebetapeten und abnehmbaren Tafelfolien ist das problemlos möglich. Wer beim Auszug alle Spuren beseitigt, hat nicht nur eine schöne Kinderzimmerwand, sondern auch eine entspannte Übergabe an den Vermieter.