Küchengeräte beim Umzug vorbereiten: Kühlschrank, Herd, Spülmaschine
Der Umzug einer Küche ist deutlich aufwendiger als der Transport von Kartons und Möbeln. Kühlschrank, Herd und Spülmaschine sind schwer, empfindlich und an feste Anschlüsse gewöhnt. Wer sie falsch vorbereitet, riskiert Transportschäden, undichte Leitungen oder einen defekten Kompressor. Deshalb sollte die Planung spätestens eine Woche vor dem Umzugstermin beginnen. Zunächst gilt es, alle Geräte vom Strom- und Wassernetz zu trennen. Bei Kühl- und Gefriergeräten muss der Inhalt rechtzeitig aufgebraucht oder in Kühlboxen zwischengelagert werden. Ein leerer Kühlschrank taut schneller ab, und das ist wichtig, denn Restwasser im System kann beim Kippen in die Elektronik gelangen. Planen Sie für das Abtauen mindestens 24 Stunden ein, besser 48. Stellen Sie Auffangwannen unter die Ablassventile und trocknen Sie das Innere gründlich mit einem Tuch. Türen und Schubladen sollten während des Transports mit Klebeband oder Gurten gesichert werden, damit sie nicht aufschwingen. Für den Herd entfernen Sie alle losen Teile wie Roste, Backbleche und Fettfilter. Diese werden separat in Kisten verpackt. Die Glasscheibe der Backofentür ist besonders bruchgefährdet: Kleben Sie sie mit Malerkrepp ab oder polstern Sie sie mit Luftpolsterfolie. Bei der Spülmaschine steht und fällt der sichere Transport mit dem Restwasser. Pumpen Sie die Maschine leer, indem Sie ein Kurzprogramm mit anschließendem Abpumpen laufen lassen. Danach saugen Sie das Restwasser mit einem Nasssauger aus dem Sumpf oder kippen die Maschine vorsichtig, um es ablaufen zu lassen. Genau wie bei der Waschmaschine umziehen mit Transportsicherung sollten Sie auch bei der Spülmaschine die Transportsicherungen wieder anbringen, sofern vorhanden. Fehlen sie, stopfen Sie die Trommel mit Decken aus oder lassen Sie das Gerät aufrecht stehen. Ein Umzugswagen mit ebener Ladefläche und ausreichend Spanngurten ist Pflicht. Stellen Sie Kühlschrank und Spülmaschine niemals liegend auf die Vorderseite oder Rückseite. Die optimale Position ist aufrecht, notfalls leicht nach hinten geneigt. Zwischen den Geräten sollten Decken oder Schaumstoffplatten liegen, damit sie sich nicht gegenseitig verkratzen. Nach dem Umzug warten Sie mit dem Anschließen mindestens zwei Stunden, besser vier. In dieser Zeit kann sich das Kältemittel im Kühlschrank wieder sammeln, und eventuell eingedrungenes Wasser verdunstet. Prüfen Sie vor dem ersten Einschalten alle Anschlüsse auf Dichtheit und lassen Sie die Spülmaschine zunächst ohne Geschirr laufen. Nur so erkennen Sie frühzeitig, ob beim Transport etwas beschädigt wurde. Mit dieser Vorbereitung bleiben Ihre Küchengeräte funktionsfähig und der Umzug endet nicht in einer teuren Reparatur.